27. April 2017

Vattenfall und die 3,10 Euro-Mahnkosten

Aus aktuellem Anlass hier nochmal der Hinweis auf das Urteil des AG Hamburg-Harburg vom 24.6.2015, AZ: 647 C 6/15. Vattenfall muss die Berechnung der „Mahnkosten“ in Höhe von 3,10 Euro nachweisen! Mehr siehe unsere Meldung vom 14.12.2015.

Zur Anschauung ein konkretes Fallbeispiel als pdf. Auch wenn dies erfolgreich ausging, bleiben Fragen offen: wie berechnen sich die 3,10 Euro und warum mahnt Vattenfall 2x im Monat?



 
24. April 2017

„Evaluierung der verbraucherschützenden Regelungen im Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ veröffentlicht

Das BMJV meldet: „Im Verbraucherschutzkapitel des Koalitionsvertrages wurde vereinbart, die mit dem Ende der letzten Legislaturperiode verabschiedeten Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken (BGBl. I S. 3714) erzielten Verbesserungen zu evaluieren. Das Gesetz enthält eine Reihe von Maßnahmen gegen unseriöse Geschäftspraktiken u. a. in den Bereichen E-Mail und SMS-Werbung, Telefonwerbung, Gewinnspieldiensteverträge und urheberrechtliche Abmahnungen.

Um die Evaluierung auf wissenschaftlicher Grundlage durchführen zu können, hat das BMJV die Professoren Frauke Henning-Bodewig, Rupprecht Podszun und Hans Schulte-Nölke mit der Erstellung einer Studie beauftragt. Diese wurde heute an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages übermittelt. [hier als pdf] Weiterlesen




24. April 2017

Inkassounternehmen darf sich nicht „Deutsches Vorsorgeinstitut“ nennen

„Eine Handelsgesellschaft, die im Schwerpunkt ihrer geschäftlichen Tätigkeit fremde Forderungen einzieht, kann sich in ihrem Firmennamen – ohne klarstellenden Zusatz – nicht als ʺDeutsches Vorsorgeinstitutʺ bezeichnen. Das hat der 27. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit einem am 08.03.2017 erlassenen Beschluss entschieden (27 W 179/16) und damit die erstinstanzliche Entscheidung des Amtsgerichts Paderborn bestätigt.

Die Antragstellerin, eine Kommanditgesellschaft aus Paderborn, befasst sich in ihrem Tätigkeitsschwerpunkt mit dem Einzug von Forderungen. Sie beabsichtigt, ihren Firmennamen in ʺDeutsches Vorsorgeinstitut KGʺ umzubenennen. Ihren dementsprechenden Antrag hat das für das Handelsregister zuständige Amtsgericht Paderborn unter Hinweis darauf abgelehnt, die gewählten Namensbestandteile ʺInstitutʺ und ʺDeutschesʺ seien irreführend. Weiterlesen




22. April 2017

Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik zur Sozialberatung für Schuldnerinnen und Schuldner des Caritasverbandes Frankfurt: „Jeder investierte Euro erbringt einen Return im Wert von 6,60 Euro.“

Aus der PM vom 31.3.2017 der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V.: „Dort* wurde die Berechnung des „Social Return on Investment“ (Kosten-Nutzen-Analyse) exemplarisch bei der Sozialberatung für Schuldner in Frankfurt durchgeführt. Das Ergebnis: Jeder investierte Euro bringt einen Profit von 6,60 Euro. Die Schuldnerberatung verbessert zu 45 % die Lebenssituation der Schuldner. Zu fast 40 % profitiert auch die Öffentliche Hand von der Schuldnerberatung und zu 13 % die Arbeitgeber der Betroffenen.“

* Die Rede ist vom III. Teil der Sozialwirtschaftsstudie Hessen des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt (iss) unter dem Titel „Social Return on Investment – gesellschaftliche und soziale Wirkungen sichtbar gemacht – Eine Analyse der Sozialberatung für Schuldnerinnen und Schuldner des Caritasverbandes Frankfurt e. V.“ (hier als pdf), verfasst von Alejandro Rada, Anne Stahlmann, unter Mitarbeit von Wolfgang Kleemann.



 
20. April 2017

Caritas Hamburg berät 10.000 Haushalt mit dem Stromspar-Check

Die Caritas Hamburg jubelt: „1.011 Kühlschränke, 96.700 Energiesparlampen und 4.770 Duschköpfe ausgetauscht – Die Caritas hat in Hamburg den 10.000 Stromspar-Check durchgeführt. Seit Januar 2010 berät der Caritasverband für Hamburg e.V. mit Unterstützung der Hamburger Umweltbehörde einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Energiearmut.“



 

„Schuldnerberatung im Spannungsfeld zwischen Engagement und Routine“

Noch einige Plätze frei!

Hiermit laden wir herzlich zum Seminar

„Schuldnerberatung im Spannungsfeld zwischen Engagement und Routine“
mit Eva Lüffe-Leonhardt

am Dienstag, 9. Mai 2017, von 10 – 17 Uhr ein

Zur vollständigen Seminareinladung – zur Anmeldung

„Engagement“ bedeutet verbindliche Einlassung, Einsatz für die Sache und sichtbare Arbeitsfreude und Spontaneität. „Routine“ heißt Arbeitsexpertise, Ritualisierung, Fertigkeit und ist Teil der Entwicklung zur Profession.

Beide „Tugenden“ sind starke Kräfte im Motivationshaushalt der beruflich Tätigen. Personen im sozialen Wirkungskreis sind gut aufgestellt, wenn sie den Zugang zu beiden Ressourcen im Augen behalten Weiterlesen


18. April 2017

neue Pfändungstabelle 2017

Im Bundesegesetzblatt wurde die „Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2017“ veröffentlicht (BGBl. I 07.04.2017, Seite 750), durch welche die Pfändungsfreigrenzen ab dem 01.07.2017 erhöht werden. Die Kolleg/innen vom www.infodienst-schuldnerberatung.de haben eine druckbare Version der neuen Tabelle ins Netz gestellt.

Wir haben eine pdf-Datei mit der neuen Tabelle erstellt, in der die Darstellung in 100-Euro-Schritten erfolgt und die Beträge gerundet sind. Weiter wird nicht nur der pfändbare Betrag, sondern auch der dem Schuldner verbleibende Betrag dargestellt. Diese Art des Tabellenauszuges ist daher zwar ein wenig ungenau, gibt aber einen guten Überblick.



  
12. April 2017

5. Armuts- und Reichtumsbericht beschlossen (I). Nahles zur Berechnung des Hartz IV-Satzes: „Ich habe da jedenfalls keine schlaflose Nacht.“

Heute hat die Bundesregierung den Fünften Armuts- und Reichtumsbericht (5. ARB) „Lebenslagen in Deutschland“ beschlossen (PM der Regierung dazu). Siehe auch www.armuts-und-reichtumsbericht.de.

Demnach besitzen die reichsten 10 Prozent der Haushalte mehr als die Hälfte des gesamten Netto-Vermögens. Die untere Hälfte nur 1 Prozent.

Nahles heute morgen im Deutschlandfunk-Interview: „(…) Ich habe da (Anmerkung: Berechnungsmethode für den ALG II-Regelsatz) jedenfalls keine schlaflose Nacht. Trotzdem ist das insgesamt sehr wenig Geld. Das ist absolut bitter, wenn man nur von diesen Transferleistungen leben muss, Weiterlesen



Seminar: „Grundkenntnisse der Schuldnerberatung – eine Einführung“

Noch Plätze frei! – Anmeldefrist um eine Woche (bis 18.04.2017) verlängert.

Hiermit laden wir herzlich zum Seminar

„Grundkenntnisse der Schuldnerberatung – eine Einführung“
mit Doreen Lucht und Mark Schmidt-Medvedev

am Dienstag, 23. Mai 2017, von 10 – 17 Uhr ein

Zur vollständigen Seminareinladung – zur Anmeldung

Das Seminar richtet sich an Fachkräfte in der Sozialen Arbeit, die in ihrer alltäglichen Arbeit mit dem Thema Überschuldung und Verschuldung konfrontiert werden und sich erste Kenntnisse für den sinnvollen Umgang in solchen Situationen aneignen möchten. Weiterlesen